Katholische Kirche

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Eine wichtige Rolle bei der Entstehung der katholischen Kirche in Lautawerk spielte Ferdinand Nikolaus Andreas Piontek. Seit 1921 war der katholische Priester Breslauer Domkapitular und Domprediger und hatte eine Ratsstelle im Generalvikariat und im Konsistorium. Nachdem er sich schon längere Zeit für den Bonifatius-Verein engagiert hatte, wurde er 1923 dessen Diözesanleiter.

Für den Bonifatius-Verein reiste Piontek auch nach Lautawerk und Laubusch.

Am 8. Februar 1924 verhandelte er in Lautawerk wegen der Errichtung einer Kirche und in Erika (später Laubusch) über den Bau einer Kapelle. Unter den zum Bau des Lautawerks in die Lausitz geholten Arbeitern, Angestellten und beamten waren etwa 800 Katholiken. Die Vereinigten Aluminiumwerke (VAW) sicherten für den Kirchenbau den Bauplatz zu und eine Geldleistung in Höhe von 8.000 Mark. In Erika wolte die Grube "Ilse" eine Kirchenbaracke errichten.

Am 25. Oktober 1924 war Piontek erneut in der Lausitz. Zunächst informierte er sich in Senftenberg über den Baufortschritt der dortigen katholischen Kirche. Am Nachmittag reiste er weiter nach Hoyerswerda, um sich mit dem Kirchenbau in Lautawerk zu befassen. Die Katholiken aus Lauta-Dorf und Lautawerk gehörten seit .... zur Kuratie Hoyerswerda. Die VAW hatten ihren finanziellen Beitrag für das Kirchenbauvorhaben auf 13.000 Mark erhöht und der Bonifatius-Verein Breslau beteiligte sich mit 6.000 Mark. Dennoch verzögerten Schulden die Arbeiten. "Der Bau droht zu stocken, weil die Mittel ausgehen.", schrieb Piontek unter dem 25. Oktober 1924 in sein Tagebuch. "Aber die Lautarer müssen sich selber mehr anstrengen und Pfarrer Kowallek [Hoyerswerda] muß eifriger dahinter sein."

Am 26. Oktober 1924 weihte Ferdinand Piontek in Erika die katholische Barbarakapelle ein.

Pionteks Bemühungen führten dazu, dass im Januar 1925 ein eigener katholischer Seelsorger nach Lautawerk kam.

Am 6. Februar 1926 kam Piontek ein drittes Mal nach Lautawerk. Die katholische Kirche war bereits eit einigen Monaten in Gebrauch. Nach einer Besprechung mit den Direktoren der VAW und einem gemeinsamen Frühstück im Kasino des Lautawerkes konnte er für sich ein zufrieden stellendes Ende des Projekts Lautawerk resümieren.

Adolf Kardinal Bertram, Fürstbischof von Breslau, konsekrierte die Kirche am 25. April 1926. [1]




Literatur

  • Hartelt, Konrad: Ferdinand Piontek (1878-1963): Leben und Wirken eines schlesischen Priesters und Bischofs, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2008


Referenzen

  1. Hartelt, Konrad: Ferdinand Piontek (1878-1963): Leben und Wirken eines schlesischen Priesters und Bischofs, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2008, S. 170 f.